Clara Juliane Glauert

geb. 1979 in Stanford / CA, U.S.A.
lebt und arbeitet in Rennes / Frankreich

Visuelle codes

In meiner Arbeit treffen unterschiedliche Elemente aufeinander, die oft aus entgegengesetzten Kontexten stammen. Die traditionelle, christliche Kunstgeschichte findet sich ebenso wie Elemente aus Moderne, Comics, Kinderbüchern und Manga. Die Motive sind oft Code oder Symbol für eine bestimmte Epoche oder eine bestimmte Position für künstlerische Weltsicht.

Ziel ist nicht, die „einzig gültige“ Sicht der Dinge zu bestimmen, sondern deren Vielfalt und Gegensätzlichkeit zu unterstreichen. Im Übereinanderschichten ergibt sich ein visueller Dialog. Um eben diesen Dialog geht es, nicht etwa um „die Summe der bildnerischen Teile“.

Die Arbeit am Rechner, die Möglichkeit, zu vergrössern, zu verkleinern, übereinanderzulegen, zu verschieben und neu einzufärben ist Fundament dieser Arbeit. Dennoch sind alle Zeichnungen am Computer „handgezeichnet“, es findet keine direkte Kopie aus den Werken anderer statt.

Diese Vorgehensweise ermöglicht, die visuellen „Codes“ aus ihrem traditionellen Kontext herauszulösen. Codes werden durch ihr Umfeld verständlich. Ändert sich dieses, suchen sie sich neue Orientierungspunkte.

Indem ich den Kontext ändere, beginnen die Motive den visuellen Dialog von selbst: Tradition und Gegenwart, Kunst und Populärkultur, Manuell und Digital gehen so merkwürdige Beziehungen ein.

Ausbildung

2013

Lehrerlaubnis an Universitäten (Agrégation)

2012

Master Germanistik / Deutsch als Fremdsprache und Übersetzung,
Staatsexamen (CAPES)

2010

Bachelor Anglistik und Germanistik

2006

Master Arts Plastiques (Diplôme National Supérieur d’Expression Plastique),
Ecole Régionale des Beaux-arts de Nantes

2005

Diplom Freie Kunst,
Muthesius-Hochschule Kiel

1999

Muthesius-Hochschule Kiel,
Klasse Peter Nagel (Freie Malerei) und Uwe meier-Weitmar (Freie Grafik)

Ausbildung

2014

Arbeitsstipendium, Région Pays de la Loire, Frankreich

2013

Projektförderung, Institut Français Paris

2012

Projektförderung, Institut Français Paris

2011

Atelierstipendium, Maison du Quartier Madeleine-Champ de mars, Nantes
Arbeitsstipendium, Région Pays de la Loire, Frankreich

2008

Artist in Residence, Fabryka Sztuki, Bialystok, Polen

Sonstiges

2011-2013

Organisation des deutsch)-französischen Künstleraustauschs « Episode21 »

Sprachen

Deutsch, Englisch, Französisch C2
Hebräisch B1

Ausstellungen (Auswahl)

Soloshows

2014

Fractal Cartography, Maison des Chercheurs étrangers, Université de Nantes
Speaking Silence, Bibliothèque universitaire des langues et des lettres, Université de
Nantes

2008

Mörder, Berlin Torstrasse

2006

Lieber nie gesehen, Ateliers Legienstrasse Kiel

Groupshows

2014

Mixed Pickles, Galerie Umtrieb, Kiel

2013

Episode 21-LokalInt, Biel Schweiz
Sous un ciel variable, PolN, Nantes
Feu vert, Kunstraum Café des négociants, Sammlung Masseboeuf, Rezé, Frankreich
Episode21 –Westwerk Hamburg

2012

Episode21- Galerie Genscher
Camping sur place, PolN, Nantes
Episode21- Galerie Umtrieb, Kiel
Mémoires d’éléphants, L’Atelier rue Chateaubriand, Nantes

2011

Ni fixe, ni fige, Maison régionale de l’architecture Nantes 21 min Infusion, PolN, Nantes

2010

Convocation au conseil des prud’hommes, l’Hôtel particulier du mécène, Nantes

2009

Entropy, Decay and Reconstruction, Accident Gallery, Eureka, CA / U.S.A.
Atelier Alain le Bras, Nantes
What Surrounds Us, Ed Rubinstein Gallery, New York
Pobyt Tworczy, Galeria Arsenal, Bialystok, Polen

2008

Mission Jeunes Artistes, L’abbatoir, Toulouse
Ingan & Gäste, Atelier Rosenthalerstr. Berlin

2007

Shortlist Concours Numériques, Le studio Paris

2006

Biennale de Bourges, Panorama Jeune création
Maison de la culture, Centre d’art Contemporain, Nantes / Rezé

2005

Love, Atelier St Félix, ERBA Nantes
Ach könnt ich doch, Muthesius-Hochschule Kiel

2004

Ateliertage 2, Galerie Umtrieb Kiel
Fugleflog, Stipendiaten Residency Tonder Hojer, Dänemark

2003

Aufwärmphase, Feldstrasse Kiel
Den Heinzelmännchen entkommen, Gedok-Atelierhaus Lübeck
Klassentreffen 4, Malklasse nagel, Salzau

1999

Stipendiaten Gaggenau-Bad Rotenfels